Wieder Randale nach „Schanzenfest“ in Hamburg

Anlässlich des alternativen Hamburger „Schanzenfestes“ ist es erneut zu Krawallen gekommen. Nach einem zunächst friedlichen Straßenfest ging die Polizei schließlich mit Wasserwerfern gegen Randalierer vor.

Etwa 30 bis 40 Menschen hätten in der norddeutschen Hansestadt eine Sparkassen-Filiale unweit des linksalternativen Kulturzentrums „Rote Flora“ beworfen und versucht, die Tür aufzubrechen, erklärte die Polizei. Als die Beamten daraufhin die Straße räumen wollten, seien sie von rund 300 Leuten mit Flaschen, Steinen und Böllern angegriffen worden. „Wir lassen uns auch nicht bis zum Gehtnichtmehr provozieren“, sagte Polizeisprecher Mirko Streiber.

Zuvor friedliches Straßenfest

Zuvor hatte es lange so ausgesehen, als würde das „Schanzenfest“ anders als in den Vorjahren ohne Krawalle enden. Tagsüber hatten rund 10.000 Menschen in entspannter Atmosphäre ein Straßenfest mit Musik und Flohmarkt gefeiert. Bei schönem Sommerwetter schoben sich die Besucher dicht gedrängt an Verkaufs- und Infoständen vorbei durch das Schanzenviertel. Es gab keine Zwischenfälle.

Erst am Abend wurden vor der „Roten Flora“ Böller und Feuerwerkskörper gezündet und vereinzelt Müll in Brand gesetzt. Kleinere Gruppen Vermummter riefen zudem Parolen wie „Ganz Hamburg hasst die Polizei“.