Iran lädt Hamas zu Gipfel blockfreier Staaten ein

Der Iran hat die radikal-palästinensische Hamas zum Gipfeltreffen der blockfreien Staaten kommende Woche in Teheran eingeladen. Die Einladung sei an den Chef der im Gazastreifen regierenden Hamas, Ismail Hanijeh, ausgesprochen worden, teilten Regierungsvertreter gestern mit.

Damit riskiert der Iran, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zu verärgern, der ebenfalls zu dem Treffen erwartet wird. Abbas sieht sich als einzigen Repräsentanten des palästinensischen Volkes. 2007 hatte er nach einem kurzem Krieg gegen die Hamas die Kontrolle über den Gazastreifen verloren.

An dem Treffen von Vertretern aus 120 Ländern nimmt auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Er setzte sich damit über Forderungen der USA und Israels hinweg, den Gipfel zu boykottieren. Im Streit um das iranische Atomprogramm versucht der Westen, den Iran diplomatisch zu isolieren und dessen Wirtschaft mit Sanktionen zu schädigen.

Gespräche über Atomprogramm ohne Durchbruch

Unterdessen ging die neue Gesprächsrunde zwischen Vertretern des Irans und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gestern ohne greifbaren Erfolg zu Ende. „Wichtige Meinungsverschiedenheiten“ hätten einer Einigung im Wege gestanden, vorerst gebe es keinen „Plan für ein weiteres Treffen“, sagte der IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts am Abend in Wien. Der iranische Botschafter Ali Aschgar Soltanieh äußerte sich zuversichtlicher.