Amnesty: Neun Todeskandidaten in Gambia hingerichtet

Im westafrikanischen Gambia sind nach Angaben von Amnesty International neun Todeskandidaten hingerichtet worden. Zahlreichen weiteren zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen drohe in den nächsten Tagen die Hinrichtung, teilte die Menschenrechtsorganisation gestern mit. Amnesty zufolge waren die neun Hinrichtungen die ersten seit 1985.

Das sei ein „riesiger Schritt zurück“, erklärte der stellvertretende Afrika-Chef von Amnesty, Paule Rigaud. Präsident Yahya Jammeh hatte vor wenigen Tagen angekündigt, bis Mitte September alle Todeskandidaten hinrichten zu lassen.

Einem Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden zufolge steht derzeit noch knapp 40 Gefangenen die Vollstreckung der Todesstrafe bevor. Einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge hatte es im Verborgenen auch in den vergangenen Jahren immer wieder Hinrichtungen in Gambia gegeben.