Migranten protestieren in Athen gegen Rassismus

Mehrere hundert Einwanderer haben heute im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Sie protestierten gegen mehrere Überfälle von Rassisten und Rechtsextremisten auf Migranten in vielen Regionen des Landes. „Wir wollen in Frieden mit den Menschen hier leben“, sagte Javed Aslam, Präsident des Verbandes der in Griechenland lebenden Pakistaner, im griechischen Rundfunk.

Während der Demonstration kam es vorübergehend zu Schlägereien zwischen Migranten und linken Demonstranten. Die Migranten wollten nicht, dass ihr Protest politisch von der linken politischen Szene genutzt wird, sagte Aslam Reportern vor Ort.

In ganz Griechenland war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Übergriffen mit rassistischem Hintergrund gekommen. Das Land an der südöstlichen Außengrenze der EU ist seit längerem Anlaufpunkt für Migranten vor allem aus Asien und Afrika. In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als eine Million Menschen dort Zuflucht gesucht.