Google Street View startet arktisches Abenteuer

Mit Bildern der kanadischen Tundra will der Internetkonzern Google seinen Nutzern künftig auch einen Rundumblick in der Arktis ermöglichen. „Ziel ist es, die Schönheit der kanadischen Arktis und die Kultur der Inuit, die hier leben, mit Onlinenutzern weltweit zu teilen“, sagte ein Google-Teammitglied gestern (Ortszeit) in Cambridge Bay in der kanadischen Nordwestpassage.

Dort will eine Gruppe des Straßenbilderdienstes Street View eines der bisher abgelegensten Google-Projekte in Angriff nehmen. Kanadas Regierungschef Stephen Harper machte sich an Ort und Stelle ein Bild vom Projekt.

Inuit-Gemeinde eingebunden

An dem Vorhaben sind auch Mitglieder der örtlichen Inuit-Gemeinde beteiligt. „Die Leute fragen immer, wie wir leben, wie wir überleben“, sagte die Stammesälteste Anna Nahogaloak in einem Interview mit der Kitikmeot Heritage Society. Das Projekt werde den Menschen helfen, mehr über das Leben im Nunavut-Territorium im Norden Kanadas zu erfahren.

Das Street-View-Team will heute und morgen mit der typischen Ausrüstung mit Kamera und Satellitengerät von Cambridge Bay aus in die Tundra starten. Das Wetter und die Abgeschiedenheit stellen dabei laut Google die größten Herausforderungen dar.