Japanische Exporte brachen überraschend stark ein

Die Euro-Krise und das schleppende Wachstumstempo in China bremsen Japans Exportwirtschaft aus.

Die Ausfuhren des Landes brachen im Juli gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent ein und damit weit stärker als von Experten mit einem Minus von 2,9 Prozent erwartet. Die Exporte in die von Rezessionssorgen geplagte Euro-Zone sackten zum Vorjahr sogar um mehr als ein Viertel ab. Die Ausfuhren nach China sanken um fast zwölf Prozent.

Einen solchen Einbruch hatte es seit Oktober 2009 - also rund ein Jahr nach dem Ausbruch der Weltfinanzkrise - nicht mehr gegeben. „Das Abwärtstempo ist erschreckend. Die Lage erinnert an die Zeit nach der Lehman-Pleite“, sagte Ökonom Masayuki Kichikawa von Bank of America Merrill Lynch.

Die enttäuschenden Daten der Exportwirtschaft sind für Japan besonders alarmierend, da im Inland die Wachstumsimpulse der Wiederaufbauprogramme nach der Bebenkatastrophe von 2011 immer schwächer werden. Im Frühjahr hatte Japans Wirtschaft nur um 0,3 Prozent zugelegt.