Kämpfe zwischen Sunniten und Alawiten im Libanon halten an

In der nordlibanesischen Küstenstadt Tripoli halten die Kämpfe zwischen Alawiten und Sunniten weiter an. Nachdem gestern bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern von Syriens Präsident Baschar al-Assad nach sechs Menschen getötet und 75 weitere verletzt worden waren, gab es heute weitere Feuergefechte.

Bei den Kämpfen wurden Schnellfeuergewehre, Panzerabwehrraketen und Sprengsätze eingesetzt. Aufseiten der libanesischen Armee, die in den Konflikt eingriff, wurden eigenen Angaben zufolge 15 Soldaten verletzt. Große Mengen Waffen, Munition und Sprengstoff seien beschlagnahmt worden.

Der libanesische Regierungschef Nadschib Mikati rief die Sicherheitskräfte auf, „ihr Möglichstes zu tun, um diese absurde Schlacht zu beenden“. Mikati warf den Beteiligten vor, den Libanon in den Konflikt im Nachbarland Syrien hineinzuziehen. Seit Mai gibt es immer wieder blutige Zusammenstöße in Tripoli.

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