Vergewaltigungskommentar: Romney fordert Rückzug Akins

Nach den umstrittenen Äußerungen des US-Republikaners Todd Akin zu Vergewaltigungen hat der designierte Präsidentschaftskandidat Mitt Romney seinen erzkonservativen Parteifreund gestern zur Rücknahme von dessen Senatsbewerbung aufgefordert.

Akin hatte in einem Interview gesagt, es sei „wirklich selten“, dass eine Frau nach einer ernsthaften Vergewaltigung schwanger werde und dass Abtreibung daher keine Option sein dürfe. Im Falle „legitimer Vergewaltigungen“ habe der Körper einer Frau Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu verhindern, sagte Akin weiter.

Akin will weitermachen

Der Republikaner bewirbt sich als Senator für den Staat Missouri. Die demokratische Gegenkandidatin, die Senatorin Claire McCaskill, hatte die Äußerungen als beleidigend bezeichnet. Es sei unvorstellbar, wie jemand so dumm sein könne, sagte sie.

Akin ließ die Forderungen aus seiner Partei nach einem Rückzug zunächst abprallen. „Ich möchte eine Sache absolut klarstellen, und das ist, dass wir mit dem Senatsrennen weitermachen werden“, sagte er gestern in einer christlich-konservativen Radio-Talkshow.