Zeitung: Klärendes Spindelegger-Gespräch mit Juncker

Nach einer jüngsten Konfrontation zwischen Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) und Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker rund um das Thema Ausschlüsse von Ländern aus der Euro-Zone bei Vertragsverletzungen haben sich die beiden Politiker offenbar ausgesprochen. Sie hätten am Wochenende miteinander telefoniert, meldet der „Kurier“ in seiner Montag-Ausgabe laut Vorausmeldung.

„Es war ein sehr freundschaftliches Gespräch. Die beiden verstehen sich sehr gut. Alle Missverständnisse sind ausgeräumt“, zitierte die Zeitung aus dem Umfeld des ÖVP-Chefs. Spindelegger bleibe allerdings dabei, dass die EU Zähne zeigen müsse. Für den Luxemburger Premier Juncker sei das nachvollziehbar.

Spindelegger hatte gefordert, es bedürfe für die Zukunft der „Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt“. Das solle für den Fall gelten, dass vertragliche Verpflichtungen nicht eingehalten würden, und setze eine Änderung des EU-Vertrags voraus. Der christlichsoziale Juncker hatte mit Verweis auf die EU-Sanktionen gegen Österreich entgegnet: „Ich würde mich als österreichischer Politiker sehr zurückhaltend äußern. Es ist im allgemeinen Bewusstsein, wie hochgradig ungerecht im Schnellverfahren beschlossene Drohungsmechanismen wirken können.“