Assange-Auslieferung: Ecuador offenbar verhandlungsbereit

Im diplomatischen Tauziehen zwischen Ecuador, Großbritannien und Schweden um die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange zeichnet sich laut einem Medienbericht Bewegung ab. Nach Angaben des „Guardian“ habe Ecuador nach einem Treffen im britischen Außenministerium grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Als Bedingung für etwaige Gespräche müsse den Angaben zufolge garantiert werden, dass Assange nach der ausstehenden Strafuntersuchung in Schweden nicht an ein Drittland ausgeliefert werde.

Erst vor wenigen Tagen gewährte das Land Assange Asyl. Assange will heute erstmals selbst öffentlich auftreten. Der seit Mitte Juni in der ecuadorianischen Botschaft festsitzende Australier äußert sich laut Wikileaks um 15.00 Uhr MESZ.

Britische Polizisten bewachen die Botschaft, um den 41-Jährigen sofort festzunehmen, sollte er das Botschaftsterritorium verlassen. Gegen Assange liegt ein Auslieferungsbefehl an Schweden vor, wo ihm Sexualdelikte vorgeworfen werden. Er fürchtet aber vor allem eine Auslieferung an die USA wegen der Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher US-Diplomatendepeschen.