Japanische Flottille unterwegs zu umstrittener Inselgruppe

Ungeachtet der Proteste aus China ist gestern eine japanische Flottille zu einer umstrittenen Inselgruppe im Ostchinesischen Meer aufgebrochen. Rund 150 Menschen, darunter nationalistische Aktivisten und Abgeordnete, wollten mit dem Besuch den Anspruch Tokios auf den Archipel bekräftigen, der in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird.

Peking hatte Japan kurz zuvor aufgefordert, „umgehend auf jede Aktion zu verzichten, welche die territoriale Integrität Chinas untergräbt“.

Die etwa 20 Boote brachen von der japanischen Insel Ishigaki im äußersten Süden des Landes in Richtung der japanisch kontrollierten Inseln auf, die in reichen Fischgründen liegen und um die herum große Rohstoffvorkommen vermutet werden. Am Mittwoch waren 14 chinesische Aktivisten auf den sonst unbewohnten Inseln gelandet, um Chinas Anspruch auf die Gruppe Nachdruck zu verleihen und gegen die Reise der japanischen Abgeordneten zu protestieren.

Video dazu in iptv.ORF.at