Pressefreiheitsorganisation IPI übt Kritik an FPK

Die Behinderung der Arbeit des APA-Fotografen Gert Eggenberger durch FPK-Politiker sorgt nun auch für internationale Reaktionen. Das Internationale Presse Institut (IPI) hat Freitag Abend Kritik an der Behandlung Eggenbergers durch weit rechts stehende Kärntner Politiker geübt.

Vorwürfe rund um APA-Fotografen

Eggenberger war am Donnerstag von der FPK aus dem Kärntner Landtag geworfen worden. Danach sah sich auch noch FPK-Chef Kurt Scheuch durch den APA-Fotografen bedrängt und provoziert. Von der APA-Chefredaktion und Journalistenvertretern wurde diese Darstellung zurückgewiesen.

In seinem weltweiten Newsletter schildert das IPI die jüngsten Vorgänge in Kärnten und weist darauf hin, dass Fernsehaufnahmen „eine ganz andere Geschichte“ erzählen würden, als die von FPK-Chef Scheuch gegen Eggenberger vorgebrachten Vorwürfe. Scheuch hatte darüber geklagt, dass sich der Fotograf nur wenige Zentimeter vor ihm aufgebaut und ihm mehrmals in die Augen geblitzt habe.

Auf den ATV-Bildern war indes zu sehen, dass Scheuch selbst auf den Bildreporter zuging, der im Übrigen keinen Blitz montiert und während der Aufnahmesequenz auch keinen Blitz eingesetzt hatte. Auch der Umstand, dass Eggenberger bereits vor einigen Wochen durch den zurückgetretenen FPK-Politiker Uwe Scheuch von einer Pressekonferenz ausgeschlossen wurde, wird vom IPI kritisiert.

„Sehr beunruhigt“

„Wir sind sehr beunruhigt, dass in einem demokratischen Land wie Österreich bestimmte Lokalpolitiker der Meinung sind, es sei akzeptabel, Journalisten an der freien Ausübung ihrer Arbeit zu hindern. Wir hoffen, dass die involvierten Personen und die Partei, die sie repräsentieren, eindeutig klarstellen, dass man zu den Prinzipien der Pressefreiheit steht, ohne die keine Demokratie gedeihen kann“, so IPI-Sprecher Anthony Mills.

Gerfried Sperl, Vorsitzender des österreichischen IPI-Komitees, forderte darüber hinaus FPÖ-Chef Heinz Christian Strache auf, seine Kärntner Parteifreunde dazu zu drängen, in der Zukunft keine weiteren Einschränkungen der Pressefreiheit vorzunehmen und ungehinderte Pressefotografie zu ermöglichen.