„NYT“: US-Aufsichtsbehörden ermitteln gegen Deutsche Bank

US-Aufsichtsbehörden haben einem Medienbericht zufolge Ermittlungen gegen die Deutsche Bank und andere internationale Geldinstitute wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Sanktionen gegen den Iran und andere Staaten eingeleitet. Die Untersuchung sei aber noch in der Anfangsphase, berichtete die „New York Times“ („NYT“) heute unter Berufung auf Ermittler. Sie gingen zudem davon aus, dass die US-Filiale der Deutschen Bank nach 2008 keine Transaktionen mehr für iranische Kunden vorgenommen habe.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte der „New York Times“, das Institut habe 2007 beschlossen, keine neuen Geschäftsbeziehungen mit Kunden im Iran, Syrien, Sudan oder Nordkorea einzugehen und bestehende Geschäfte soweit rechtlich möglich aufzulösen. Nach Angaben der Zeitung sind die Ermittlungen Teil des Vorgehens der US-Behörden gegen eine Reihe von Finanzinstituten, die verdächtigt werden, bis 2008 eine US-Gesetzeslücke genutzt zu haben, um trotz bestehender Sanktionen ihre Finanzgeschäfte mit dem Iran fortzuführen.