Chef von Pernod Ricard gestorben

Patrick Ricard, der Chef des französischen Pastis-Herstellers Pernod Ricard, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, kam der Tod völlig unerwartet. Nach übereinstimmenden Angaben starb Ricard im Sainte-Anne-Krankenhaus im südfranzösischen Toulon, in das er am Freitagnachmittag wegen eines Herzinfarkts eingeliefert worden war. Er hatte sich demnach auf der Insel Bendor aufgehalten, die im Besitz der Familie ist.

Patrick Ricard war der Sohn von Paul Ricard, der den berühmten Pastis de Marseille erfand und 1932 die Firma gründete. Schon als 22-Jähriger stieg der Unternehmersohn, der keinerlei Diplome vorweisen konnte, in die Geschäftsführung ein. Patrick Ricard leitete das Unternehmen drei Jahrzehnte lang, von 1978 bis 2008, als Chef des Verwaltungsrats und als Geschäftsführer, bis er die Geschäftsführung abgab. Der Kunstliebhaber und Hobbyjäger war verheiratet und Vater dreier Kinder.

Pernod Ricard ist im Bereich Wein und Spirituosen der zweitgrößte Hersteller der Welt hinter dem britischen Konzern Diageo. Zu den bekanntesten Marken der französischen Unternehmensgruppe zählen neben dem Anis-Schnaps Ricard unter anderem der Wodka Absolut, der Cognac Martell und der Champagner Perrier-Jouët.