Ecuador gibt Assange Asyl: Startschuss für diplomatischen Krimi

Ecuador hat sich entschieden: WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der sich seit Monaten in der Londoner Botschaft des Landes aufhält, steht seit gestern Nachmittag offiziell unter dem Schutz des Anden-Staates.

Das dürfte der Startschuss für einen außerordentlichen diplomatischen Konflikt zwischen Ecuador und Großbritannien sein: Entgegen allen Prinzipien des Völkerrechts beharrt London auf der Verhaftung Assanges bis hin zum Eindringen auf ecuadorianisches Hoheitsgebiet.

Ecuador ist mit seiner Empörung darüber nicht allein. Die Lösung könnte in einem filmreifen „Ausschmuggeln“ Assanges aus der Londoner Botschaft bestehen. Ecuador schaltete in dem Streit unterdessen die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) ein. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus diplomatischen Kreisen in Brasilien erfuhr, beraumte Ecuador für Sonntag ein Treffen der UNASUR-Außenminister in der Hafenstadt Guayaquil an. Dabei solle „der Fall analysiert“ werden, hieß es.

Mehr dazu in London droht Ecuador mit „Einmarsch“