Festnahmen nach Jugendkrawallen in Amiens

Nach den schweren Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei in der französischen Stadt Amiens hat die Polizei mehrere mutmaßliche Randalierer festgenommen. Die fünf Festnahmen in der Nacht auf heute stünden „in direktem Zusammenhang“ mit den Ausschreitungen in den vergangenen Nächten, teilte die Präfektur im Departement Somme heute mit.

Die Behörden machten keine weiteren Angaben. Die schwersten Ausschreitungen hatte es in der Nacht auf Dienstag gegeben, letzte Nacht blieb es dagegen ruhig.

Etwa hundert Jugendliche hatten am Montagabend begonnen, Sicherheitskräfte zu bedrängen, die in ein Problemviertel im Norden von Amiens eingerückt waren. Bei den folgenden schweren Ausschreitungen wurden 16 Polizisten durch Bleikugeln, Feuerwerkskörper und Wurfgeschoße verletzt. Mit Tränengas und Gummigeschoßen gingen die Beamten gegen die Jugendlichen vor. Die Polizei wurde massiv verstärkt.

Der Norden von Amiens zählt zu den landesweit 15 Sicherheitszonen, für die Innenminister Manuel Valls ab September zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geplant hat. Dort kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen. Die Zusammenstöße in der Nacht auf Dienstag ereigneten sich, nachdem die Polizei am Sonntag einen Autofahrer wegen gefährlichen Fahrens kontrolliert hatte. Daraufhin gab es Auseinandersetzungen mit Bewohnern, die das Vorgehen für überzogen hielten.