D: Ex-Kanzler Schröder kritisiert „Griechenland-Bashing“

Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat gefordert, die öffentliche Beschimpfung Griechenlands in Zusammenhang mit der Finanzkrise einzustellen. Das sei der europäischen Idee nicht dienlich und werde dem Euro nicht helfen, sagte Schröder heute im staatlichen griechischen Fernsehen (NET).

„Vor allen Dingen wünsche ich mir, dass das, was ich Griechenland-Bashing nenne, aufhört“, sagte Schröder. Er bezog sich auf Äußerungen aus der CSU und vom deutschen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Rösler hatte kürzlich gesagt, ein Euro-Austritt Griechenlands habe „längst seinen Schrecken verloren“.

Griechenland will mehr Zeit für Sparmaßnahmen

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras will unterdessen laut einem Medienbericht bei Deutschland und Frankreich für eine längere Frist zur Erfüllung der Sparpläne seines Landes werben. Den Aufschub wolle er bei einem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Francois Hollande kommende Woche in Berlin erwirken, berichtete die britische Tageszeitung „Financial Times“ unter Berufung auf Unterlagen der griechischen Regierung.

Demnach strebt Samaras einen Zeitraum von vier statt zwei Jahren zur Umsetzung der Sparmaßnahmen an.