Zahlreiche Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan

Beim Angriff eines Selbstmordkommandos auf einen Markt in der südwestafghanischen Provinzhauptstadt Zaranj sind gestern zahlreiche Menschen getötet worden. Unterschiedlichen Angaben zufolge kamen zwischen mehr als 20 und mindestens 36 Menschen ums Leben, bis zu 70 weitere wurden verletzt.

Es seien mindestens 19 Zivilisten und drei Polizisten getötet worden, drei Selbstmordattentäter hätten in der Stadt an der iranischen Grenze auf einem belebten Markt Sprengstoffwesten gezündet, sagte der Polizeichef der Provinz Nimroz, Mohammad Musa Rasouli. 42 Menschen, unter ihnen Zivilisten und Polizisten, seien verletzt worden.

Der Provinzgouverneur Abdul Karim Brahawi sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von mindestens 36 Todesopfern, darunter 21 Zivilisten und 15 Sicherheitskräfte. Fast 70 Menschen seien verletzt worden.

Auf Zivilisten abgezielt

Der Angriff dürfte den Angaben zufolge Zivilisten gegolten haben, da es keinerlei Regierungseinrichtungen in der Nähe des Tatorts gebe. Die Behörden schlossen nicht aus, dass die Opferzahlen weiter steigen würden.

Provinzratsmitglied Seddiq Shamshuddin sagte, sechs weitere Attentäter seien daran gehindert worden, sich in die Luft zu sprengen. Die Polizei habe drei davon erschossen und drei festgenommen. Ziel der Anschläge sei ein Markt in der Nähe eines Krankenhauses gewesen, wo zahlreiche Menschen für das Fest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan in der nächsten Woche einkauften. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.