Weitere Erdbebenopfer im Iran geborgen

Drei Tage nach den schweren Erdbeben im Iran haben Helfer weitere Leichen geborgen. Einsatzkräfte mit Suchhunden fanden gestern in einem Dorf im Nordwesten des Landes eine Tote, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

An dem Einsatzort stünden die Teams kurz davor, weitere Todesopfer aus den Trümmern zu bergen. Eine andere Nachrichtenagentur meldete zudem schwere Schäden aus Hunderten von Dörfern. Das schürte Befürchtungen, dass die Helfer bei ihrem Vordringen in bisher unzugängliche Gegenden weitere Leichen finden könnten und die Zahl der Todesopfer drastisch steigen könnte. Die Behörden wiesen solche Vermutungen zurück.

Behörden glauben an sinkende Zahlen

Vielmehr dürften bei den Erdstößen weniger als die zunächst vermuteten 300 Menschen ums Leben gekommen sein, sagte ein Vertreter der Regierung der an Aserbaidschan und Armenien grenzenden iranischen Provinz. Viele Zahlen beruhten auf Spekulationen und könnten nicht belegt werden, fügte der Regierungsvertreter hinzu.

Die beiden Erdstöße am Samstag in der Nähe der Millionenstadt Täbris hatten US-Geologen zufolge eine Stärke von 6,4 beziehungsweise 6,3 und ereigneten sich in einem Abstand von elf Minuten. Ihnen folgten zahlreiche Nachbeben. Tausende Menschen wurden verletzt.