Luchterhand will Nazi-Vorwürfe aufarbeiten

Der deutsche Luchterhand-Literaturverlag will nach dem Vorwurf der Bereicherung in der Nazi-Zeit seine Vergangenheit wissenschaftlich aufarbeiten.

„Wir werden uns in den kommenden Wochen darum bemühen, geeignete Wissenschaftler für eine unabhängige Aufarbeitung der Verlagsgeschichte zu gewinnen“, teilte der Verlag gestern mit.

Es gehe um eine fundierte Forschungsarbeit, die alle Quellen berücksichtigen solle. Die Berliner Tageszeitung „taz“ hatte berichtet, der Verlag haben seinerzeit von der Unterdrückungspolitik der Nazis profitiert. 1939 habe sich der Luchterhand Verlag zu einem äußerst günstigen Preis in die Druckerei von Otto Heinrich Scholz eingekauft, der von den Nationalsozialisten drangsaliert wurde.