Neue Anschlagsdrohungen rund um Breivik-Prozess

In Norwegen sorgen Drohungen in Zusammenhang mit dem Breivik-Prozess für Beunruhigung. Gleichzeitig mit dem Erscheinen des Breivik-Berichts erhielten mehrere norwegische Medien und Politiker E-Mails, in denen mit neuen Anschlägen gedroht wurde, sollte der rechtsextreme Attentäter Anders Behring Breivik nicht freigelassen werden.

Der norwegische Geheimdienst PST nimmt die Drohungen ernst und hat Ermittlungen aufgenommen. Der Absender des Mails behauptet, zu einer Zelle der Tempelritter in Norwegen zu gehören. Breivik behauptete im Prozess, er sei Kommandant einer Tempelritter-Zelle gewesen, und es gebe in Norwegen noch zwei weitere Zellen. Die Anklage bezweifelte das.

Einer der Adressaten, der konservative Politiker Christian Tybring-Pike, zeigte sich bestürzt über die E-Mail. „Sie zeigt, dass die Bedrohung noch immer da ist. Das muss sehr ernst genommen werden“, sagte Tybring-Pike dem norwegischen Rundfunk NRK.