Spindelegger will aus Fall Martinz lernen

Vizekanzler und ÖVP-Chef Michael Spindelegger will aus dem Fall des ehemaligen Kärntner ÖVP-Chefs Josef Martinz für die Zukunft lernen. Der Fall habe sich allerdings kaum vermeiden lassen, denn wenn jemand einen anlüge, könne man nicht in ihn hineinschauen. „Das wird auch so bleiben“, so Spindelegger heute beim Ministerrat.

Auch ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf räumte mit verweis auf Kärnten und die Anklage gegen Ex-Innenminister Ernst Strasser ein, dass „einige spektakuläre Dinge“ in der ÖVP passiert seien: „Das pickt an der ÖVP, das schmerzt unglaublich.“ Spindelegger habe damit aber nichts zu tun gehabt.

Das vom Parteiobmann geplante Durchgriffsrecht auf die Landesparteien stößt beim Klubchef auf großes Verständnis. „Da wird’s eine brauchbare Lösung in absehbarer Zeit geben“, kündigte er an. Auch Spindelegger bekräftigte seine Forderung trotz Widerstandes einiger Landesparteien. „Man beschneidet damit niemanden in seiner Macht“, so der Vizekanzler. „Lassen Sie es meine Sorge sein, für die ÖVP die richtigen Regeln zu finden.“

Fischler: „Ohne Bewegung ist ÖVP verloren“

ÖVP-Altpolitiker Franz Fischler warnte seine Partei zuvor im Ö1-Morgenjournal: So könne es nicht weitergehen, die ÖVP konzentriere sich zu sehr auf schrumpfende Gesellschaftskreise. Fischler ermahnt die ÖVP zu mehr Bewegung, sonst habe sie keine Zukunft.

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