Papst-Kammerdiener kommt vor Gericht

Seit gestern steht es fest. Der ehemalige Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, soll im Vatikan vor Gericht gestellt werden. Es geht um Diebstahl aus den Gemächern des Papstes und die Weitergabe heikler Dokumente an die Öffentlichkeit. Seit Februar dieses Jahres schwelt ja die als „Vatileaks“ bekannte Affäre.

Bekannt wurde gestern auch, dass gegen einen Komplizen von Gabriele ermittelt werden soll. Gabriele, der durch die Besonderheit der vatikanischen Rechtsprechung vom Papst begnadigt werden könnte, soll seine Taten mit „dem Bösen und der Korruption“, die er überall in der Kirche gesehen habe, begründet haben.

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Verteidiger: Kammerdiener „betrübt“

Der angeklagte Ex-Kammerdiener des Papstes ist nach Angaben seines Verteidigers betrübt über die Vorfälle rund um die „Vatileaks“-Affäre. Das sagte Anwalt Carlo Fusco dem Sender Tgcom24. „Paolo ist ein Mann, der nun nachdenken will. Nach der Zusammenarbeit erwartet er das Urteil“, betonte er mit Blick auf den vermutlich im Herbst beginnenden Prozess wegen schweren Diebstahls, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete.