Ebola-Epidemie in Uganda „unter Kontrolle“

Die Ebola-Epidemie im Westen Ugandas ist nach Angaben des ugandischen Gesundheitsministeriums „unter Kontrolle“. Die Epidemie sei allerdings noch nicht mit Sicherheit vorüber, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Zuletzt seien am 4. August Erkrankungsfälle gemeldet worden. Weil es von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Ausbruch der Krankheit etwa 21 Tage dauert, könne man in rund zwei Wochen sagen, ob die Epidemie vorbei ist, sagte er.

16 Menschen gestorben

Seit dem Ausbruch der Seuche Anfang Juli sind in der Nähe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo 16 Menschen an der seltenen Viruserkrankung gestorben. Derzeit befinden sich neun Menschen wegen Verdachts auf Ebola in Quarantäne. 165 weitere, die mit dem Virus in Berührung gekommen sein könnten, stehen unter Beobachtung.

Das Ebola-Virus tritt bisher nur in Afrika auf. Es wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In 50 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche tödlich. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus. Benannt wurde es nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1.300 Toten.