Pussy Riot befürchten Entzug des Sorgerechts

Neue Vorwürfe im Fall der kremlkritischen Punkband Pussy Riot: Angeblich drohen die russischen Behörden den angeklagten Musikerinnen mit dem Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder.

Zwei der drei inhaftierten Frauen der russischen Punkband Pussy Riot fürchten um das Wohl ihrer Kinder. Um sie vor dem Zugriff der Behörden zu retten, beantragten die Verteidiger das Sorgerecht für Nadeschda Tolokonnikowas vierjährige Tochter Gera und Maria Aljochinas fünfjährigen Sohn Filipp.

Damit wollten sie vermeiden, dass die Kinder nach dem am Freitag erwarteten Urteil zu Pflegefamilien müssen, sagten die Anwälte dem kremlkritischen Magazin „The New Times“. Den drei angeklagten Frauen drohen nach einer Protestaktion gegen Kreml-Chef Wladimir Putin in einer Kirche lange Haftstrafen wegen Rowdytums aus religiösem Hass.