Stronach: Kooperation mit LIF gescheitert

Frank Stronach hat vor seiner Ankündigung, eine eigene Partei zu gründen, auch mit dem Liberalen Forum (LIF) über eine Kooperation gesprochen. „Es gab Gespräche“, bestätigte der stellvertretende Bundessprecher Michael Pock gegenüber der APA - und zwar schon im Frühjahr.

„Er wollte eine Partei finden, um nicht die Strukturen aufbauen zu müssen“, sagt Pock über das Anliegen des Millionärs. Gescheitert seien die Gespräche letztlich am Thema Europa.

Nur erstes Kennenlernen absolviert

Stronach zielt auf ein EU-kritisches Wählersegment und plädiert für den raschen Austritt Österreichs aus der Euro-Zone. Daher ist es zu Gesprächen über eine gemeinsame Wahlplattform mit Stronach laut Pock nicht gekommen. „So weit waren wir gar nicht“, so Pock. Man habe ein erstes Kennenlernen absolviert, die Positionen abgesteckt und sei dann wieder auseinandergegangen. Bei Wirtschafts- und Verwaltungsreform habe man nämlich übereingestimmt, nicht aber beim Europathema.

Mit Blick auf die kommende Nationalratswahl ist das LIF, das seit 1999 nicht mehr im Parlament vertreten ist, nach wie vor dabei, eine „Wahlplattform mitzugestalten“, sagt Pock. Näheres zu den potenziellen Partnern will er nicht sagen. Nur so viel: Eine der derzeitigen Parlamentsparteien ist nicht dabei.

Stronach auf Personalsuche

Über die zukünftigen Mitstreiter Stronachs gibt es allerdings noch heftige Spekulationen. Einige Dementis gab es bereits.

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