Julius Bär übernimmt Sparte von Bank of America

Die Schweizer Privatbank Julius Bär übernimmt von der Bank of America deren Auslandsgeschäft in der Vermögensverwaltung. Julius Bär werden dadurch nach Ende einer zweijährigen Integrationsphase zwischen 57 und 72 Milliarden Franken (47,5 bis 60 Mrd. Euro) verwaltete Vermögen zufließen, davon rund zwei Drittel von Wachstumsmärkten.

Vereinbart wurde laut Angaben von heute von Julius Bär ein Transaktionspreis von 1,2 Prozent der transferierten Vermögen, womit höchstens 860 Millionen Franken (716 Mio. Euro) zu bezahlen wären. Der Kauf des „International Wealth Management“-Geschäfts (IWM) erfolge „vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden und Aktionäre“.

Offiziell handelt es sich um eine Sparte der Investmentbank Merrill Lynch, die die Bank of America im Zuge der Finanzkrise übernommen hatte. Die Bank of America gilt als einer der großen Krisenverlierer. Sie hatte sich mit der Übernahme von Merrill Lynch und des einst größten US-Immobilienfinanzierers Countrywide überhoben. Anschließend musste der Finanzkoloss vom Staat gerettet werden.