SPÖ fordert von ÖIAG Zukunftskonzept

Die SPÖ fordert von der staatlichen Industrieholding ÖIAG die Vorlage eines Zukunftskonzepts vor der Entscheidung über den Nachfolger des zurückgetretenen Alleinvorstands Markus Beyrer. Derzeit würden die Kandidaten nur auf Nähe zu Parteien und Verbänden hin untersucht, kritisierte SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder im APA-Interview.

Nötig wäre aber zuerst ein „Zukunftskonzept“ für die Holding, die die Staatsanteile an OMV, Telekom und Post verwaltet, und erst danach ein dazu passender Vorstand, sagte der SPÖ-Staatssekretär. Zuletzt hat die SPÖ die Auflösung der ÖIAG und die direkte Verwaltung der Staatsanteile durch die Regierung gefordert.

Schieder rückt nun von dieser Idee ab. Vorstellen kann er sich die Umwandlung der ÖIAG in eine staatliche „Standortholding“. Diese könnte „Schlüsselunternehmen“ unterstützen, die in eine „ökonomische Schieflage“ gekommen sind. Möglich wäre auch die Förderung von Jungunternehmern bei der Entwicklung ihrer Produkte zur Marktreife. Der ÖIAG-Aufsichtsrat entscheidet am 7. September über die Nachfolge Beyrers.