USA und Türkei erhöhen Druck auf Assad

Die USA und die Türkei beginnen mit der gemeinsamen Planung für eine mögliche Intervention in Syrien. Außenministerin Hillary Clinton und ihr türkischer Amtskollege Ahmet Davutgolu vereinbarten in Istanbul die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.

Ihr sollen Vertreter der Außenministerien beider Länder, aber auch Geheimdienstler und Militärs angehören. Die Einrichtung von Schutzzonen für Flüchtlinge auf syrischem Gebiet und eine Flugverbotszone gehören zu den Themen, die besprochen werden sollten.

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Armee beschießt weiter Aleppo

Die syrische Armee beschoss unterdessen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten weiter Viertel der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Neben dem strategisch wichtigen Viertel Salaheddine, aus dem die Rebellen in den letzten Tagen verdrängt worden waren, würden auch vier weitere Stadtteile - Chaar, Tariq al-Bab, Hanano und Bustan al-Qasr - attackiert , erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Demnach waren auch in der Hauptstadt Damaskus Schüsse zu hören, beschossen worden seien zudem die Ortschaften Al-Tal und Harista in der Provinz Damaskus. Kämpfe gab es den Angaben zufolge auch in Ortschaften der südlichen Provinz Daraa.

Elitetruppen-General unter Geiseln in Syrien?

Unterdessen wurde nach Angaben iranischer Exil-Oppositioneller bekannt, dass sich unter den Anfang August von Rebellen entführten 48 Iranern auch ein General der Revolutionsgarden, einer Elitetruppe der Führung in Teheran, befinden soll. Es handle sich um den Chef der Revolutionsgarden in der nordwestiranischen Provinz West-Aserbaidschan, General Abedin Khoram, erklärte ein Vertreter des Nationalen Widerstandsrats des Iran (NCRI) in Paris. Er berief sich dabei auf „verlässliche Angaben“ aus irakischen Exil-Oppositionskreisen.

Verhalten wie Pilger

Auch der Stellvertreter des Generals und weitere Offiziere der in der Provinzhauptstadt Orumieh stationierten Revolutionsgarden seien unter den Geiseln, erklärte der Widerstandsrats-Vertreter, Afchin Alavi. Die Elitetruppe würde „seit Monaten“ Soldaten aus dem gesamten Iran nach Syrien senden, darunter mehrere Generäle, setzte er fort. Diese würden darauf trainiert, sich wie Pilger zu verhalten, selbst Rituale und Pilgerrouten müssten sie lernen. Einreisen würden die Revolutionsgardisten unbewaffnet, erst in Syrien versorge man sie mit Waffen, so Alavi.