Afghane tötete auf NATO-Stützpunkt drei ISAF-Soldaten

Im Süden Afghanistans hat ein auf einem von NATO und afghanischer Armee geteilten Stützpunkt angestellter ziviler Mitarbeiter drei Soldaten der internationalen Afghanistan-Truppe ISAF getötet. Es sei unklar, wie der in Zivil gekleidete Afghane in den Besitz der Waffe gekommen sei, mit der er das Feuer auf die Soldaten eröffnete, sagte ein ISAF-Sprecher heute.

Der Mann sei autorisiert gewesen, auf dem Stützpunkt zu arbeiten, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass er Soldat sei. Nach Angaben der örtlichen Behörden hatte der Polizist zum muslimischen Fastenmonat Ramadan vier ausländische Soldaten zu einem Frühstück vor Sonnenaufgang eingeladen. Später eröffnete er demnach das Feuer, erschoss drei von ihnen, verletzte den vierten und floh.

Immer häufiger attackieren afghanische Soldaten oder Polizisten - oder Angreifer, die sich Uniformen besorgt haben - ISAF-Soldaten. Die Angriffe solcher „Innentäter“ sind ein schwerer Schlag gegen die Bemühungen, ein Vertrauensverhältnis zwischen internationalen Truppen und afghanischer Armee herzustellen.