Obama verurteilt Anschlag auf Sikh-Tempel

US-Präsident Barack Obama hat den blutigen Anschlag auf einen Sikh-Tempel am vergangenen Sonntag verurteilt. Anlässlich eines Dinners zum Fastenbrechen im Ramadan sagte Obama gestern im Weißen Haus, eine solche Gewalttat habe keinen Platz in den USA. Der Anschlag auf Amerikaner jeden Glaubens sei ein Angriff auf die Freiheit aller Amerikaner.

„Wir betrauen die, die an ihrer Kultstätte sinnlos ermordet und verletzt wurden.“ Kein Amerikaner sollte jemals an seinem Ort der Andacht Angst um seine Sicherheit haben, erklärte Obama nach Angaben des Weißen Hauses.

Holder: „Terroristischer Akt“

Nach Ansicht von US-Justizminister Eric Holder war der Anschlag ein „terroristischer Akt“. Bei einer Gedenkfeier für die sechs Todesopfer sagte Holder: „Unsere Entschlossenheit, Terrorakte und von Hass motivierte Verbrechen zu verhindern, war niemals stärker.“ Und um genau ein solches Verbrechen habe es sich am vergangenen Sonntag gehandelt, um „einen terroristischen Akt, ein Akt des Hasses, ein Verbrechen, das im fundamentalen Widerspruch zu den Werten unserer Nation steht“.

An der Gedenkfeier in einem Gymnasium nahmen mehrere tausend Mitglieder der Sikh-Gemeinde teil. Einer ihrer Tempel in Oak Creek war am vergangenen Sonntag von einem Bewaffneten gestürmt worden, der wild um sich schoss und sechs Menschen tötete. Während eines Schusswechsels mit der Polizei erschoss sich der Täter, ein ehemaliger Soldat, schließlich selbst. Die US-Bundespolizei FBI geht derzeit Vermutungen nach, dass die Tat rassistisch motiviert war.