Betretungsverbot offenbar vor Ausweitung

Das wegen Gefahr von Gewalttaten in Familien mögliche Betretungsverbot für Familienangehörige soll in Österreich ausgeweitet werden. Das kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gegenüber der „Kronen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) an.

Eine aus den Vertretern verschiedener Ministerien und Institutionen zusammengesetzte Task Force hätte sich für eine Ausweitung auf Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Hort, Spitäler, Tagesmütter usw. ausgesprochen. Außerdem sollten diese Institutionen auch über ein vorliegendes Betretungsverbot informiert werden.

Eine solche Ausweitung war unter anderem gefordert worden, nachdem am 25. Mai dieses Jahres ein Vater seinen siebenjährigen Sohn in einer Schule in St. Pölten erschossen hatte. Auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hatte damals eine Ausweitung der Möglichkeiten für Betretungsverbote sowie eine Information betroffener Stellen befürwortet.