„Costa Concordia“: Familie klagt auf 321 Mio. Euro

Die Familie des ungarischen Geigers Sandor Feher, einer der 32 Toten des „Costa Concordia“-Unglücks, verlangt 400 Millionen Dollar (321 Mio. Euro) Entschädigung.

Die Forderung richtet sich an den Mutterkonzern des am 13. Jänner vor der toskanischen Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes, Carnival, berichteten italienische Medien. Die Familie Fehers wirft Carnival erhebliche Sicherheitsmängel vor. Der Musiker war das erste Opfer des Unglücks, das identifiziert wurde.

Costa Crociere bietet 11.000 Euro

Rund 500 Passagiere beteiligen sich an einer Sammelklage gegen Carnival, die in den USA eingereicht wurde. Die von der Konzerntochter Costa Crociere vorgeschlagene Entschädigung von 11.000 Euro pro Passagier bezeichnen sie als absolut unzulänglich.

Carnival wird in der Sammelklage beschuldigt, zu wenig in Sicherheitsmaßnahmen investiert zu haben. Die Crewmitglieder seien nicht darauf vorbereitet gewesen, die Notstandssituation zu meistern. Die „Costa Concordia“ war mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der italienischen Küste auf Grund gelaufen. 30 Menschen wurden tot geborgen, zwei werden noch vermisst.