Pussy-Riot-Prozess: Staatsanwalt fordert Schuldspruch

Im umstrittenen Moskauer Prozess gegen die Punkband Pussy Riot hat die Staatsanwaltschaft einen Schuldspruch wegen Rowdytums aus religiösem Hass gefordert. Die drei angeklagten Frauen hätten die Gefühle von Gläubigen absichtlich verletzt, sagte der Staatsanwalt heute vor dem Chamowniki-Gericht.

Den Musikerinnen drohen bis zu sieben Jahre Straflager nach ihrem schrillen Protest gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche. Das Gericht übertrug die Verhandlung im Internet. Augenzeugen berichteten von extremen Sicherheitsvorkehrungen vor dem Gebäude. Richterin Marina Syrowa hatte am Vorabend nach einer Woche die Beweisaufnahme beendet.