IV will sich bei ÖIAG-Besetzung heraushalten

Die Industriellenvereinigung (IV), die noch vor einem Jahr ihren damaligen Generalsekretär an die Spitze der ÖIAG schicken konnte, will sich aus der anstehenden Neubesetzung heraushalten.

„Die IV und ich persönlich halten uns aus dieser Diskussion heraus“, sagte der neue IV-Präsident Georg Kapsch gestern. Die IV werde niemanden aus ihren Reihen ermutigen, sich zu bewerben, „wir können uns dabei nur die Finger verbrennen, und warum sollten wir das tun?“

Spekulationen über Beyrer-Nachfolge

Mit seinem Vorvorgänger in der IV, Peter Mitterbauer, der dem Aufsichtsrat der Staatsholding vorsteht, „spreche ich nicht über das Thema, das ist seine Sache“. Die Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat seien zwar Industrielle, säßen aber nicht für den Verband dort, sagte Kapsch in einem Interview mit der APA.

Aktuell wird in Medien u. a. über Herbert Paierl (ehemaliger steirischer Landesrat), Werner Lanthaler (ehemals IV-Pressesprecher) und Peter Malanik (Ex-AUA-Vorstand) spekuliert. Der Aufsichtsrat soll schon am 7. September über die Nahfolge des im Juni überraschend zurückgetretenen Markus Beyrer entscheiden.

Der Aufsichtsrat der ÖIAG erneuert sich seit 2000 aus sich selbst, was - auch angesichts dessen Zusammensetzung - von SPÖ und Arbeitnehmerorganisationen heftig kritisiert wird.