Berüchtigter Gangster erhielt angeblich Hilfe von US-Behörden

Der jahrelang untergetauchte berüchtigte US-Mafia-Boss James „Whitey“ Bulger hat angeblich jahrelang Hilfe von den Behörden bekommen. Das werde Bulger auch in seinem Prozess aussagen, sagte sein Anwalt J. W. Carney gestern in Boston.

Sein Mandant werde schildern, wie es möglich war, dass er erst in den 1990er Jahren angeklagt wurde, obwohl er 30 Jahre lang Verbrechen beging. Bulger fordert, das Verfahren gegen ihn einzustellen, weil er angeblich vom US-Justizministerium Immunität erhalten habe.

Auf der Flucht gefasst

Bulger soll in den 70er und 80er Jahren eine Verbrecherbande angeführt haben und für Morde, Erpressung, Geldwäsche und Drogenhandel verantwortlich sein. Während seiner Flucht bediente er sich laut FBI einer Reihe falscher Identitäten.

Bulger diente im Kinofilm „The Departed“ der Figur von Hollywood-Star Jack Nicholson als „Vorbild“, der darin den irischen Mafia-Chef Frank Costello spielt. Bulger war im vergangenen Jahr nach 16 Jahren auf der Flucht gefasst worden. Der Prozess gegen ihn soll im kommenden März beginnen.