Drohnenangriffe auf Al-Kaida im Jemen

Drohnen haben gestern Abend Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Terrororganisation Al-Kaida im Jemen geführt. Die Angriffe hätten sich gegen Al-Kaida-Kämpfer in den Regionen al-Hammah und al-Manassa nahe Rada südöstlich der Hauptstadt Sanaa gerichtet, berichteten Stammesvertreter. Ein Fahrzeug sei getroffen worden. Zu möglichen Opfern der Angriffe gab es zunächst keine Angaben.

Im Osten des Jemen waren am Wochenende fünf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder beim Beschuss ihres Fahrzeugs durch eine Drohne getötet worden. Die USA verfügen als einzige Macht in der Region über Drohnen. Die unbemannten Flugzeuge fliegen immer wieder Angriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder.

Machtbefugnissen von Saleh-Sohn beschnitten

Der aktuelle jemenitische Präsident Abd Rabbu Mansur Hadi beschnitt gestern mit einem Dekret gestern die Machtbefugnisse des Sohnes von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh. Ahmed Ali muss demnach das Kommando über sieben Brigaden der Republikanischen Garden Hadis direkter Kontrolle oder der regionaler Einheiten unterstellen.

Der Schritt dürfte den Einfluss Salehs auf die Streitkräfte begrenzen und wird von Beobachtern als Maßnahme zu deren Reform gewertet.

Hadi trat sein Amt im Februar an, der zuvor nach Massenprotesten abgetretene langjährige Machthaber Saleh übt in Regierung und Streitkräften aber noch immer beträchtlichen Einfluss aus. Die Republikanischen Garden, eine Elitetruppe, werden von seinem Sohn Ali befehligt.