Zweite Runde der Parlamentswahl in Republik Kongo

In der Republik Kongo in Zentralafrika ist heute die zweite Runde der Parlamentswahl abgehalten worden. Rund zwei Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, nach der ersten Runde vom 15. Juli über die Verteilung der restlichen 67 von insgesamt 136 Parlamentssitzen zu entscheiden.

Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, kam die Öffnung der Wahllokale nur schleppend voran. In Teilen der Hauptstadt Brazzaville verzögerte sich die Stimmabgabe. Der Andrang bei den Wahllokalen war mäßig.

57 von 69 Sitzen in erster Runde erhalten

Im Parlament von Brazzaville hielt bisher die Kongolesische Arbeiterpartei (PCT) von Staatschef Denis Sassou-Nguesso mit ihren Verbündeten die Mehrheit. In der ersten Runde entfielen auf sie bereits 57 der bei dieser Gelegenheit vergebenen 69 Sitze. Im zweiten Durchgang treten etwa 40 PCT-Kandidaten an, die in der ersten Runde nicht auf den erforderlichen Stimmenanteil von 50 Prozent kamen.

Es wird damit gerechnet, dass das Präsidentenlager die absolute Mehrheit erreicht. Die Opposition verfügte bisher über lediglich etwa ein Dutzend Abgeordnete. Die Wahl wurde von Beobachtern der Afrikanischen Union (AU), der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und verschiedener kongolesischer Nichtregierungsorganisationen überwacht. 2007 war die Parlamentswahl in dem zentralafrikanischen Land von Betrug überschattet worden.