USA und EU begrüßen Einigung zwischen Sudan und Südsudan

Die USA und die Europäische Union (EU) haben die Einigung zwischen dem Sudan und dem Südsudan im Ölstreit begrüßt. US-Präsident Barack Obama erklärte gestern nach Angaben des Weißen Hauses, das Abkommen ebne den Weg zu mehr Wohlstand für die Bürger beider Staaten.

Die politischen Führer des Sudan und des Südsudan verdienten Glückwünsche für den erreichten Kompromiss in einer solch wichtigen Frage.

Die Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton, sagte nach Angaben aus Brüssel, die Übereinkunft werde der Wirtschaft beider Länder helfen und zum Wohlstand beitragen. Sie hoffe, dass sich für andere anstehende Probleme - wie etwa der Grenzfrage - Kompromisse finden lassen.

Abkommen über Transitgebühren

Der Vermittler der Afrikanischen Union (AU), Thabo Mbeki, hatte gestern in der Früh nach einer nächtlichen Sitzung des Friedens- und Sicherheitsrats des Staatenbundes in Addis Abeba erklärt, der Sudan und der Südsudan hätten ein Abkommen über die Transitgebühren beim Export von südsudanesischem Erdöl durch den Sudan erreicht. „Das Öl wird bald wieder fließen“, sagte der ehemalige südafrikanische Präsident.

Allerdings konnten nach seinen Worten nicht alle Probleme gelöst werden - etwa die umstrittene Grenzführung zwischen beiden Ländern. Die noch offenen Fragen sollen nun nach dem Willen der AU-Kommission bis zum 22. September gelöst werden.