Nordkorea: Fast 170 Tote bei Überschwemmungen

Nach den schweren Unwettern in Nordkorea ist die Zahl der Opfer in den Katastrophengebieten stark gestiegen. Wie die Staatsmedien des weithin abgeschotteten Landes heute berichteten, kamen bei heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen Ende Juni und im Juli 169 Menschen ums Leben. Außerdem wurden danach 400 Menschen vermisst. Mehr als 212.000 Nordkoreaner seien obdachlos geworden.

Zuvor war von 119 Todesopfern und mehr als 80.000 obdachlos gewordenen Menschen bei Überschwemmungen und Gewittern seit Mitte Juli die Rede gewesen. Nach den aktualisierten Zahlen wurden im Land mehr als 65.000 Hektar Ackerfläche weggespült und überschwemmt. Rund 8.600 Häuser seien zerstört und weitere 43.770 Gebäude überflutet worden.

UNO schickt erste Hilfslieferung

Das Welternährungsprogramm der UNO kündigte unterdessen eine erste Hilfslieferung an die Opfer der Flutkatastrophe an. Wie die UNO-Organisation auf ihrer Website mitteilte, sollen den Menschen zunächst für einen Zeitraum von zwei Wochen Tagesrationen in Höhe von 400 Gramm Mais geschickt werden.

Eine UNO-Mission habe in dieser Woche die Überschwemmungsgebiete besucht und vor allem Zerstörungen der Mais-, Reis- und Sojabohnenfelder festgestellt, hieß es. Verschiedene UNO-Organisationen hatten nach dem Besuch auch vor dem Risiko einer Verbreitung von Durchfallerkrankungen gewarnt.