Ermittlungen gegen päpstlichen Kammerdiener verzögern sich

Der Abschluss des vatikanischen Ermittlungsverfahrens gegen den päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele wird sich einige Tage länger hinziehen. Die Untersuchungsphase ist vermutlich erst Mitte oder Ende nächster Woche statt wie geplant morgen beendet, wie gestern im vatikanischen Presseamt bekanntwurde.

Es habe sich herausgestellt, dass die Arbeit des Richters noch einige Tage mehr in Anspruch nehme, sagte Vatikan-Sprecher Frederico Lombardi laut Kathpress.

Der Kammerdiener steht im Mittelpunkt der „Vatileaks“-Affäre um Insiderinformationen aus dem Kirchenzentrum. Gabriele wird vorgeworfen, Privatdokumente des Papstes aus dessen Wohnung entwendet zu haben. Ermittelt wird gegen ihn wegen schweren Diebstahls, worauf nach vatikanischem Recht zwischen sechs und acht Jahre Haft stehen.

Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens muss das zuständige Gericht entscheiden, ob ein offizieller Prozess gegen Gabriele eröffnet oder ob das Verfahren niedergeschlagen wird.