Homosexuelle protestieren vor US-Fast-Food-Kette

Mit einer Kussaktion haben Homosexuelle in den USA gegen die öffentliche Ablehnung der Homoehe durch die Fast-Food-Kette Chick-Fil-A protestiert. Schwule und lesbische Paare veranstalteten gestern Abend ein „Kiss-in“ vor vielen der insgesamt 1.600 Schnellrestaurants der Kette. Deren Chef hatte zuvor in Interviews gegen die Homoehe gewettert.

Die Organisatoren hatten auf Sozialen Netzwerken im Internet zu der Kussaktion aufgerufen. Allein auf Facebook meldeten sich mehr als 14.000 Menschen zu den Protestaktionen an, um gegen die umstrittenen Äußerungen des Firmenchefs von Chick-Fil-A zu demonstrieren. Dan Cathy hatte Mitte Juli gesagt, die USA zögen mit der Anerkennung der Homoehe das „Urteil Gottes“ auf sich.

Die gleichgeschlechtliche Ehe ist bisher in sechs US-Bundesstaaten erlaubt. Gesellschaftlich ist das Thema aber weiter hoch umstritten - auch im Präsidentschaftswahlkampf. US-Präsident Barack Obama hatte sich im Mai erstmals offen für eine Legalisierung der Homoehe ausgesprochen. Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney ist dagegen.