Gerichtstermin im Fall Strauss-Kahn verschoben

Ein für die kommende Woche anberaumter Gerichtstermin im Zivilverfahren rund um den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. „Die beiden Parteien verhandeln weiter, aber es gibt derzeit keinen Anlass für ihr Erscheinen vor Gericht“, sagte Justizsprecher David Bookstaver der Nachrichtenagentur dpa.

Die Anwälte von Strauss-Kahn und dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo hatten ursprünglich am Dienstag (7. August) vor Richter Douglas McKeon am Superior Court des Bronx County (US-Staat New York) erscheinen sollen. Weder Strauss-Kahns noch Diallos Anwälte standen für eine Begründung des Aufschubs zur Verfügung.

Vorübergehend in Einzelhaft

Der damalige Chef des Internationalen Währungsfonds war am 14. Mai 2011 festgenommen worden, weil er in seinem Hotelzimmer am Times Square das Zimmermädchen überfallen und zum Oralsex gezwungen haben soll. Er stand kurzfristig in Einzelhaft und dann unter Hausarrest. Dann wurde das strafrechtliche Verfahren eingestellt, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gab.

Seitdem kontert Strauss-Kahn und verklagt Diallo auf eine Million Dollar (rund 770.000 Euro). In seiner Gegenklage heißt es, sie habe „bösartig und mutwillig falsche Anschuldigungen“ gegen ihn erhoben.