Sizilien: Regionalpräsident zurückgetreten

Der skandalumwitterte Präsident der italienischen Region Sizilien, Raffaele Lombardo, ist gestern laut Medienberichten zurückgetreten. Lombardo, gegen den auch wegen mutmaßlicher Mafia-Kontakte ermittelt wird, steht seit Monaten wegen der finanziellen Schieflage der autonomen Region Sizilien unter Beschuss.

Seinen Rücktritt hatte Lombardo dem italienischen Premier Mario Monti vergangene Woche angekündigt. Der Regierungschef hatte sich über die Verschuldung der Region in Höhe von fünf Milliarden Euro besorgt erklärt. Der Rücktritt des 61-Jährigen Lombardo ebnet nun den Weg zu Regionalwahlen, die voraussichtlich am 28. und 29. Oktober stattfinden sollten.

Monti verlangt von der Region Sizilien eine solide Haushaltspolitik und massive Einsparungen. Diese müssten im Einklang stehen mit den nationalen Vorhaben, in der öffentlichen Verwaltung zu kürzen. Vereinbart wurde ein Plan für einen finanziellen und verwaltungstechnischen Umbau auf der Insel.