25-Millionen-Projekt: Grünes Licht für Kolosseum-Sanierung

Das Kolosseum in Rom wird für 25 Millionen Euro umfassend saniert. Kulturminister Lorenzo Ornaghi, Bürgermeister Gianni Alemanno und der Schuhfabrikant Diego Della Valle als Geldgeber stellten gestern das auf drei Jahre angelegte Bauprogramm vor. Auch während der Bauarbeiten sollen die Besucher Roms, die unter anderem durch Ridley Scotts Monumentalfilm „Gladiator“ (2000) in die antike Arena gelockt werden, Zugang zum Kolosseum behalten.

Das im Jahre 80 fertiggestellte Kolosseum mit seinen Maximalausdehnungen von 188 Metern Länge und 156 Metern Breite bei 48,50 Metern Höhe ist vom allmählichen Zerfall bedroht. Herunterfallende Gesteinsbrocken führten regelmäßig zu Debatten über Gefahren für die Besucher. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie sackte ein Teil des Gebäudes um 40 Zentimeter ab.

Das Modehaus Tod’s erklärte sich bereit, die Renovierung zu finanzieren, die im Dezember beginnen und bis zur Jahresmitte 2015 dauern soll. Geplant sind die Renovierung der von Fahrzeugabgasen geschwärzten Fassade, die Ausbesserung von Bruchstellen, die Beseitigung von Metallgittern im Erdgeschoß, die Einrichtung eines Besucherzentrums und die Sanierung des Innenraums. Die zur Besichtigung freigegebenen Flächen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten um ein Viertel vergrößert werden. Das Gebäude wird für 915 Tage eingerüstet.