EU prüft Zugeständnisse für Übernahme von Orange durch „3“

Im Ringen um grünes Licht für die Übernahme des österreichischen Mobilfunkanbieters Orange durch den Konkurrenten Hutchison prüft die EU nun Zugeständnisse des Käufers „3“.

Um die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen, will Hutchison virtuellen Netzbetreibern (Mobile Virtual Network Operators, etwa Red Bull) sein Netz vermieten. Die EU befragt nun konkurrierende Mobilfunkkonzerne, was sie davon halten, geht aus Reuters vorliegenden Dokumenten hervor.

Entscheidung bis Ende November

Das deutet grundsätzlich darauf hin, dass die Wettbewerbshüter in Brüssel die Zugeständnisse für eine Übernahme akzeptieren würden - sofern die anderen Anbieter dem nichts entgegenstellen. Einem Insider zufolge soll Hutchison sein Mobilfunknetz an den Kabelanbieter UPC vermieten wollen, so Reuters.

Ihre finale Entscheidung müssen die Wettbewerbshüter bis 27. November fällen. Hutchison selbst hofft allerdings bereits in drei Wochen auf grünes Licht. Bisher hat das heimische Kartellgericht dem Yesss-Verkauf an A1, der laut „3“ wichtig für das Zustandekommen der gesamten Übernahme wichtig ist, ebenfalls nicht zugestimmt.

Hutchison-Chef Canning Fok hatte bei einem Kurzbesuch am Sonntag erklärt, bei einem Scheitern des Deals an Österreich als Markt weiter festhalten zu wollen.