Nahost-Besuch: Weißes Haus kritisiert Romney scharf

Das Weiße Haus hat Äußerungen des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner, Mitt Romney, während seines jüngsten Nahost-Besuchs kritisiert. Präsidentschaftssprecher Josh Earnest sagte gestern, die Verärgerung der Palästinenser sei verständlich.

Der Herausforderer von Präsident Barack Obama solle sich „ausführlicher dazu äußern, was er habe sagen wollen“. Wenn Romney Jerusalem als „Israels Hauptstadt“ bezeichnet habe, so entspreche das nicht der Position der US-Regierung.

Die Hauptstadtfrage müsse in Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern über den Endstatus Jerusalems geklärt werden. Das sei die Haltung auch früherer US-Regierungen gewesen, egal ob diese von den Demokraten oder den Republikanern gestellt worden sei, sagte der Sprecher. Wenn Romney damit nicht einverstanden sei, sei er auch nicht mit der Position von Präsidenten wie Bill Clinton und Ronald Reagan einverstanden. Die USA erkennen Jerusalem offiziell nicht als Hauptstadt Israels an. Ebenso wie die meisten anderen Staaten haben die USA ihre Botschaft in Tel Aviv.