Weltbank sagt wegen Ernteausfällen Hilfen zu

Die Weltbank hat aktive Hilfen gegen steigende Lebensmittelpreise angekündigt. Es könne nicht hingenommen werden, dass ein kurzfristiger Preisanstieg die ärmsten und anfälligsten Gruppen der Bevölkerung treffe, erklärte Weltbank-Chef Jim Yong Kim gestern.

Bis zu 50 Prozent Preisanstieg

Man beobachte die Lage aufmerksam und stehe bereit, um Regierungen bei der Umsetzung von Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Wegen einer Hitzewelle in den USA sind die Ernteprognosen drastisch nach unten revidiert worden. Die Preise für Weizen und andere Getreidesorten sind seit Mitte Juni um bis zu 50 Prozent in die Höhe geschossen. Die vornehmlich als Futtermittel verwendeten Sojabohnen kosten heute 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Ernteaussichten haben sich auch wegen extremer Trockenheit in Russland, der Ukraine und Kasachstan verschlechtert. Hinzu kommen ein verregneter Sommer in Mittel- und Westeuropa, während es zur Monsunzeit in Indien nur unterdurchschnittlich regnete. Vor vier Jahren hatte ein weltweiter Anstieg der Lebensmittelpreise in einigen Ländern Unruhen ausgelöst.

An der Hitzewelle im Mittleren Westen der USA wird sich vorerst nichts ändern. An dem extrem trockenen und heißen Wetter werde sich voraussichtlich in den nächsten sieben bis zehn Tagen nichts ändern, erklärten Meteorologen.