Japan: Atomkraftgegner gründen Grünpartei

In Japan haben Umweltaktivisten und Atomkraftgegner eine Grünpartei gegründet. Japan brauche eine Partei, die entschieden für Umweltpolitik eintrete, wurde der stellvertretende Parteivorsitzende Akira Miyabe bei dem Gründungskongress gestern von der Nachrichtenagentur Kyodo zitiert.

Die Partei, deren Gründung die wachsende Ablehnung der Atomkraft in Japan nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 widerspiegelt, will zur nächsten Parlamentswahl eigene Kandidaten aufstellen.

Heute versammelten sich Tausende Menschen in der Hauptstadt Tokio, um mit einer Menschenkette um das Parlament gegen die Atompolitik der Regierung zu protestieren. Die Anti-Atom-Bewegung hatte Mitte Juni mit der Entscheidung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda, erstmals seit dem Atomunglück von Fukushima wieder zwei abgeschaltete Reaktoren in Betrieb zu nehmen, weiteren Auftrieb bekommen. Noda hatte die Entscheidung mit einem drohenden Energieengpass während der Sommermonate begründet.