Trauung von schwarzem US-Paar scheitert an Rassismus

Im US-Bundesstaat Mississippi hat der Pastor einer Baptistenkirche laut einem Medienbericht einem Paar die Trauung verweigert, weil es schwarz ist. Pastor Stan Weatherford aus Crystal Springs sagte dem Sender ABC gestern, einige weiße Gemeindemitglieder hätten ihm mit der Entlassung gedroht, sollte er die Hochzeit abhalten.

Daraufhin habe er Te’Andrea und Charles Wilson angeboten, sie in einer überwiegend von Schwarzen besuchten Kirche im selben Ort zu trauen, sagte Weatherford weiter. In der First Baptist Church von Crystal Springs habe seit ihrer Einweihung 1883 noch nie ein schwarzes Paar geheiratet, suchte sich der Seelsorger weiter zu rechtfertigen.

„Was hätte Jesus gemacht?“

Die Wilsons äußerten sich schockiert. Der Bräutigam sagte ABC, seine neun Jahre alte Tochter sei dabei gewesen, als sie abgewiesen wurden. Die für den 20. Juli geplante Heirat sei dann um einen Tag verschoben worden und habe in einer anderen Kirche stattgefunden.

Einwohner von Crystal Springs übten scharfe Kritik an dem Pastor. „Diese Kirche war ihr Zuhause“, sagte die 48-jährige Theresa Norwood. „Was hätte Jesus gemacht? Er hätte sie getraut, gar kein Zweifel, weil es das Richtige gewesen wäre. Wir sind alle Gottes Kinder“, sagte sie.

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